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Mitgliederversammlung 2012

Der Historische Verein lädt alle Mitglieder zur alljährlichen Versammlung ein. Sie findet am Dienstag, den 5. Juni 2012 im Pfarrheim St. Peter statt. Alle Mitglieder erhalten in den nächsten Tagen noch ihre persönliche Einladung.

Ungefragt Flagge gezeigt - Historischer Verein ärgert sich über Werbefahnen

Mittwoch, 25.04.2012 - Auffällige Werbefahnen auf dem Türmchen-Kreisel am Eingang von Winzenheim haben am Wochenende für Unmut beim Historischen Verein gesorgt: Obwohl die Mitglieder laut einer Vereinbarung mit der Stadt für den Platz verantwortlich sind und sich um Pflege der Anlage mit Rosen und Reben kümmern, war diese Werbeaktion nicht mit dem Vorstand abgesprochen. „Wir verwalten den Kreisel und halten ihn in Schuss. Insofern müssen wir zumindest gefragt werden“, sagte Vorstandsmitglied Paul Kaiser auf Anfrage.

Nachdem er am Freitag im Vorbeifahren die Aufhängarbeiten sah, fragte er bei Markus Franz nach, der bei der Stadt für Messen und Märkte zuständig ist. Der wusste aber nichts von dem Vorgang. Beim Bauhof erfuhr Kaiser dann, dass Automobilsalon-Projektleiter Ralf Leonhard die Bauhofmitarbeiter beauftragt hatte. Auf weiteres Nachhaken meldete sich Büroleiter Matthias Heidenreich von der Stadtverwaltung und erläuterte, dass für öffentliche Zwecke die Fahnen jederzeit aufgehängt werden dürfen.

Kaiser hat natürlich Verständnis, dass diese Großveranstaltung von hohem Interesse für die Stadt ist, und ist auch prinzipiell bereit, mit dem Verein dafür Flagge zu zeigen, allerdings sollte die Darstellung schon an das historische Ensemble angepasst werden. Was ihn dabei besonders ärgert: Dass hier kommerzielle Firmenfahnen ohne Absprache aufgehängt werden und gleichzeitig der Verein nicht bei städtischen Festen Flagge zeigen kann: die gewünschte Stadtfahne wurde bislang aus Kostengründen verweigert.

In erster Linie vermisst der Vorständler aber die Kommunikation und sieht jetzt einige Fragezeichen. Bislang war die Fläche noch nicht einmal für örtliche Vereine, geschweige denn für Firmen freigegeben, man hatte nur bei Festen wie etwa der Kerb die Winzenheimer und die Vereinsflagge gehisst. „Was ist, wenn jetzt andere Firmen hier auch offensichtlich zum Nulltarif werben möchten?“ Tatsächlich kassiert die Stadt nach Auskunft Heidenreichs nichts für diese Kreiselwerbung. Wie ein Autohändler auf Anfrage mitteilte, bezahlen die Firmen allerdings bei Pro City ein Gesamtwerbepaket, in dem auch das Aufhängen der Fahnen etwa an Verkehrsinseln oder am Kornmarkt enthalten sei.

Wie Heidenreich erläuterte, konnte bislang noch kein offizieller Pachtvertrag mit dem Historischen Verein abgeschlossen werden, weil die Kreiselfläche noch nicht als Parzelle ausgewiesen ist, was aber in Kürze erledigt werden soll. Dann will man eine Zusatzvereinbarung beschließen. Sollte man sich nicht einig werden, überlegt der Historische Verein, den Kreisel zurückgeben. Kurzfristig wird der Verein ein Zusatzschloss an den Masten anbringen, sodass es für einen fremden Dritten nicht mehr möglich ist, hier eigenmächtig Fahnen zu hissen.

Bericht: Heidi Sturm

Nachruf auf Reinhard Domann
von Helga Falcone im Namen des Kirchenchores Cäcilia

Es wäre einfach, nur zu sagen: Wir haben einen langjährigen Sänger verloren.

Das würde nicht im Mindesten ausdrücken, was Reinhard für unseren Kirchenchor war. Für viele wird er als Dichter und Denker, Songwriter und Theaterregisseur, als Schauspieler, Choreograph und Fotograf unvergessen bleiben. Seit 1975 gehörte er als Schriftführer dem Vorstand an, doch sein Engagement ging weit darüber hinaus.

So hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der Chor seine familiäre Struktur über Jahrzehnte hinweg beibehalten und sich jeder im Chor heimisch fühlen konnte. Er war immer bestrebt, ein harmonisches Miteinander zu erreichen, was ihm durch seine unendliche Gelassenheit, seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, seine Toleranz und manchmal geradezu spitzbübische Art auch stets gelang.

Durch sein Charisma hat Reinhard in all den Jahren dem Chor seinen Stempel aufgedrückt, so dass ich schon von seiner Lebensaufgabe - seinem Kirchenchor - sprechen kann, für den er wirklich alles getan hat. Er hat keine Mühen gescheut; nichts war ihm zuviel. Unermüdlich war er für uns im Einsatz. Bemerkenswert bleibt, mit welchem Elan er alles ganz bescheiden aus dem Hintergrund gemanagt hat. Immer stellte er sich uneigennützig in den Dienst der Sache. Durch seine große Beliebtheit trug er dazu bei, unsere freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Chören und Musikern zu pflegen und auszuweiten. Durch sein fundiertes Wissen in Sachen Liturgie und Musik hat er all unsere Auftritte vorbereitet und bis ins kleinste Detail geplant. Genauso hat er unsere Mehrtagesfahrten zu einem besonderen Erlebnis aufblühen lassen. Er war Mittler zwischen Jung und Alt, und darauf durfte er auch stolz sein.

Er machte uns im Vorstand die Zusammenarbeit mit ihm nicht immer ganz leicht; oft wurden wir von seinem Ideenreichtum regelrecht überrannt und konnten seinem eingeschlagenen Tempo nicht folgen, noch konnten wir im geringsten mit ihm Schritt halten. Seine Umsicht, Übersicht und Weitsicht machten ihn unverzichtbar.

Aber nicht was er alles für uns tat, sondern wie er es tat ist für uns von Bedeutung. Nämlich mit Hingabe, Leidenschaft und Liebe zu seinem Chor und seiner St. Peter-Kirche. Beides war für ihn untrennbar miteinander verbunden. Für seine Musica sacra stellte er vieles in den Hindergrund. Denn das war es, was er wollte: Zu Ehren Gottes und Mariens singen und deren Lob verkünden. Manchmal kam darüber sogar das Familienleben zu kurz, dessen sind wir uns bewusst, aber gerade aus Euch, aus seiner Familie, bezog er diese unbändige Kraft und Zuversicht. Mit Nachdruck trat er dafür ein, jeden Gottesdienst noch ein bisschen festlicher, noch ein bisschen feierlicher und vielleicht noch einen Tick „barocker“ zu machen. Ich kann mit Recht behaupten: Das Wirken für seinen Chor war gelebtes Bekenntnis seines tiefen Glaubens.

Es lässt sich schwer in Worte fassen, was er für jeden einzelnen von uns war. Mit ihm verlieren wir einen geduldigen Zuhörer, der immer ein offenes Ohr für unsere Ängste, Befürchtungen und Sorgen hatte. Reinhard vermittelte uns ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Stand er mit uns hier auf der Empore wusste jeder gleich: Reinhard ist da, alles wird gut.

Durch seine ruhige und liebenswerte Art gelang es ihm immer wieder, die Wogen zu glätten, wenn die hitzigen Debatten am Stammtisch kein Ende nehmen wollten. Auch dabei war zu spüren, dass seine ganze Lebenseinstellung durch großes Gottvertrauen geprägt war, und das lebte er uns auch vor. Er hinterlässt in unserer Chorgemeinschaft eine Lücke, die nicht zu schließen sein wird, zu groß und überwältigend sind all die Erinnerungen, die uns mit ihm seit 46 Jahren Chorarbeit und Freundschaft verbinden. Dadurch trägt jeder von uns ein Stück Reinhard im Herzen. Vor uns liegt nun die schwere Aufgabe, unseren Kirchenchor in seinem Sinne weiterzuführen und alles zum Erhalt des Chores Mögliche zu tun.

Wir verneigen uns tief vor einem herausragenden Menschen, Freund und Weggefährten und sagen Danke Reinhard, dass wir dich auf einem Großteil deines Lebensweges begleiten durften und du uns so reich beschenkt hast.

Helga Falcone, Vorsitzende des Katholischen Kirchenchores Winzenheim

Am Montag, 26.03.2012 verstarb unser Gründungsmitglied und Vorsitzender Reinhard Domann. Sein unermüdlicher Einsatz für die Gemeinde, seine Hilfsbereitschaft und seine aufbauende Einstellung werden uns stets in großer Erinnerung bleiben. Wir danken für die Arbeit und den Geist, den er in unsere Gemeinde eingebracht hat.

Die Beisetzung fand am Donnerstag, 29.03.2012 um 1330 Uhr auf dem Friedhof in Winzenheim statt, der Gottesdienst folgte anschließend in der Kirche St. Peter.

bgs

Adventsmarkt 2011

Paul ergreift eine Kerze auf dem Weg zur Scheune

„Macht hoch die Tür“ hieß es wieder in der Winzenheimer Lukaskirche: Dort eröffnete das Musikensemble des Historischen Vereins mit einem wunderschönen, besinnlichen Konzert den Adventsmarkt in der alten Scheune und stimmte die Zuhörer im gut besuchten Gotteshaus mit festlichen Liedern auf die Vorweihnachtszeit ein.

Das Adventskonzert war eine kleine musikalische Reise und entführte mit seinen stimmungsvollen Weisen von den Alpen bis nach Skandinavien. Claudia Sohler trug zum Auftakt ihr selbst geschriebenes Gedicht „Advent“ vor und las dann in mehreren Teilen ihre feinfühlende Geschichte über eine hölzerne Krippenfigur namens „Baruch“. Der von einem Meister geschnitzte Schäfer war eigentlich für die Krippe im Petersdom bestimmt, kam aber dort nie an und musste Jahr für Jahr auf einem Weihnachtsmarkt herumstehen. Eine besondere Begegnung erfüllte ihm jedoch seinen größten Wunsch - und endlich konnte auch er den ganz eigenen Zauber der Weihnacht spüren und sich daran erfreuen.

Das Musikensemble mit Chor und Instrumenten eröffnete sein herzerwärmendes Konzert mit dem österreichischen Adventslied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ und intonierte dann gefühlvoll das thüringische Wallfahrtslied „Maria durch den Dornwald ging“.

Das Musikensemble<br>(hinten von links)<br>Heike Rudolph (Sopran), Margarete Bessei (Sopran), Marita Domann (Sopran)<br>Ulrike Leistritz (Alt), Ingrid Moritz (Alt), Claudia Sohler (Alt, Erzählungen)<br>Hans Faus (Klavier, Tenor und Dirigat,), Hans-Hermann Konrad (Tenor), Hans-Josef Domann (Tenor)<br>Bertram Sohler (Arrangement & Bariton), Martin Weyand (Bariton)<br>(vorne von links)<br>Esther Huck (Dirigat und Klavier)<br>Lucy Lippert und Claudia Domann (Flöten)

Es folgten „Tollite Hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Gounod, ein Weihnachtslied aus Schweden, „Heil'ge Nacht“ aus Rheinhessen und eine dänische Volksweise. Wunderschön erklangen auch die französische Pastorale „Béthléem“ und der zweistimmige Satz „Was soll das bedeuten“. Bei der ostpreußischen Volksweise „Macht hoch die Tür“ und Händels „Tochter Zion“ sangen die Besucher inbrünstig mit. Als Zugabe präsentierte der Chor noch „Our Father“, das „Vater unser“ auf Englisch. Pfarrer Rüdiger Dunkel brachte in seinem Schlusswort auf den Punkt, was wohl die meisten empfunden hatten: In diesem „merkwürdigen warmen November“, in dem Menschen mit kurzen Ärmeln auf Weihnachtsmärkten herumlaufen, hatte er bei der dort gespielten Adventsmusik nicht mitsingen können.

Als aber in der Lukaskirche „Macht hoch die Tür“ erklang, war plötzlich die Weihnachtsstimmung erwacht, die Vorfreude auf dieses besondere Fest - und er stimmte aus vollem Herzen in die Melodie mit ein. Alle Zuhörer waren sich einig, dass dieses Konzert eine große Bereicherung des Adventsmarktes ist.

Und der Weg hinunter zur Scheune, mit einer brennenden Kerze in der Hand, wird wohl ebenso zu einer festen Einrichtung werden.

Bericht: Heidi Sturm - Fotos: Heidi Sturm und Herbert Bessei

Paul Kaiser begrüßt die Gäste im Namen des HVzW Handarbeiten (Graffe) Historische Ausstellung: Kinder-Kaufladen Aus Großmutters Zeiten (Nessbach)
Weihnachtliche Flohmarktartikel (Sohler)

Die Jugendkapelle der Musikfreunde Winzenheim

Historische Ausstellung: Puppenküche

Historische Ausstellung: Dampfmaschine
Historische Ausstellung: Werkzeugmaschine vom Schuster Fey

Patchwork und Handarbeiten (Balmert)

Selbstgebaute Krippen und Laternen (Albert)

Weihnachtsdekoration (Schitt)

Am letzten Novemberwochenende fand wieder der beliebte Adventsmarkt des Historischen Vereins zu Winzenheim in der Scheune des Ortes, welche nun beheizt werden kann, statt. Wie jedes Jahr begann der Markt am Samstag, den 26.11. um 17:00 Uhr mit einem besinnlichen Adventskonzert in der Lukaskirche, erneut gestaltet vom Musikensemble des Historischen Vereins. Unter dem Titel „Macht hoch die Tür“ gab es die Gelegenheit innezuhalten und sich gedanklich auf die schöne Adventszeit vorzubereiten. Anschließend ging man gemeinsam in die Scheune, wo dann um 18:15 Uhr die offizielle Eröffnung des Adventsmarktes, der unter der Schirmherrschaft der Ortsvorsteherin von Winzenheim, Frau Dagmar Wallraff, stand, stattfand. In der Scheune fand man ein reichhaltiges Angebot von Ständen rund um Advents- und Weihnachtszeit, Flohmarkt, Kinderschminken, Speisen, Getränke und vieles mehr. Die Jugendkapelle der Musikfreunde Winzenheim erfreute ab 18:45 Uhr das Publikum mit adventlichen Weisen.

Eierwein und andere Getränke (FV Nanni-Staab-Kindergarten) Waffeln, Gebäck und Kaffee (FV Ökumenisches Kinder- und Jugendhaus) Ein Blick in die Scheune vor Beginn des Marktes Der Gospelchor 'Sacropops'

Am Sonntag, 27.11., öffneten die Stände um 14:00 Uhr. Um 15:00 Uhr sang der Gospelchor „Sacropops“ aus Waldalgesheim, bevor dann um 16:00 Uhr das Marionettentheater das Stück „Der verzauberte Weihnachtsmann“ spielte und um 17:00 Uhr die Kinder des Nanni-Staab-Kindergartens mit ihren Darbietungen das Publikum erfreuten.

Um 17:30 Uhr war es wieder Zeit für Tobi, den Feuerjongleur, der inzwischen ein fester Punkt auf dem Programm des Adventsmarktes ist, ebenso wie der Nikolaus, der um 18:30 Uhr zu den großen und kleinen Kindern kam und Geschenke verteilte. Anschließend fand die Ziehung der Losnummern der großen Tombola statt, deren Hauptpreis eine Ballonfahrt über das Naheland war. Der Reinerlös der Veranstaltung wird kulturellen und sozialen Zwecken in Winzenheim zur Verfügung gestellt.

Tobi der Feuerjongleur Das Marionettentheater Der Nikolaus Der Nikolaus und seine Gehilfen Tobi der Feuerjongleur
Bericht: Claudia Sohler - Fotos: Heidi Sturm und Karlheinz Riegel

Heilige Messe in der Kapelle zu St. Marienwörth

Die Sänger des Musikensembles in der Kapelle St. Marienwörth

Samstag, 20.08.2011 - Das Musikensemble begleitete vor begeistertem Publikum eine Heilige Messe in der Kapelle St. Marienwörth.

Hier sind zwei der Stücke als Video:
Kyrie [Flash] [Windows] [YouTube]
Alta Trinitŕ Beata [Flash] [Windows] [YouTube].

Es sangen: (vorne v.l.n.r.) Heike Rudolph - Sopran, Margarete Bessei - Sopran, Marita Domann - Sopran, Ulrike Leistritz - Alt, Ingrid Moritz - Alt, Claudia Sohler - Alt, (hinten v.l.n.r.) Reinhard Domann - Tenor, Hermann-Josef Konrad - Tenor, Hans-Josef Domann - Tenor, Bertram Sohler - Bariton, Martin Weyand - Bariton. Es dirigierte Esther Huck, die Orgel spielte István Drozdik.

Video: Peter Moritz

Planungen für das Jahr 2011

Samstag, 02.04.2011 - Der Historische Verein zu Winzenheim ist zwar nur ein kleiner Verein, hat aber wieder einiges geleistet und noch viel vor: Voller Stolz konnte Vorstandsmitglied Reinhard Domann, der den erkrankten Vereinschef Detlef Sucke vertrat, bei der Mitgliederversammlung auf die Gründung eines eigenen Chores zurückblicken, was dem Verein auch gleichzeitig sechs neue Mitglieder beschert hat. Das Ensemble aus Mitgliedern und Freunden der „Historiker“, das sich zusammen gefunden hatte, um mit einem Konzert auf den Adventsmarkt der „Historiker“ einzustimmen, wird als „Musikensemble“ des Vereins weitere Auftritte absolvieren. „Es soll keine Konkurrenz zu Kirchenchor oder Gospelchor sein“, unterstrich Domann und ergänzte, dass dieses neue „Vorzeigeprojekt“ durch das Singen der alten Literatur auch der Historie und damit dem Anliegen des Vereins Rechnung trage.

Der Adventsmarkt soll natürlich weitergeführt werden. Der Adventsmarkt war auch wieder sehr gut verlaufen, vor allem am Sonntag herrschte reger Betrieb. Am Samstagabend war der Besuch zwar etwas mau, die Traditionsveranstaltung wird aber natürlich weiter geführt. Im kommenden Jahr wird der Verein den Tannenbaum wieder vor der Scheune aufstellen. Die Vorständler legten Wert auf die Feststellung, dass sie keinen Einfluss darauf haben, ob der Musikverein sein Weihnachtsspielen am Tannenbaum oder unter dem Adventskranz am Placken durchführt.

Die Küche in der Scheune wurde hinsichtlich der hygienischen Anforderungen modernisiert, nachdem man kurzfristig die ausrangierte Ausstattung des Franziskuskindergartens anschaffen konnte. In der Scheune wurde weiter die Empore für die vielen Sammelstücke ausgestaltet. So hat man an den Wänden museale Schaustücke, gleichzeitig bietet sich den örtlichen Vereinen aber genügend Platz für ihre Veranstaltungen.

Dringend erforderlich sind an dem alten Bauwerk langfristige Lösungen bei der Isolierung der immer wieder zufrierenden Wasserleitungen in den Toiletten, außerdem am bröckelnden Außenputz der Stirnseite. Dies soll in diesem Jahr angepackt werden. Die Uhr an der Scheune konnte zur Freude der Winzenheimer wieder instand gesetzt werden. „Das mit Farbe besprühte Türmchen auf dem vom Verein gepflegten Winzenheimer Kreisel muss von einer Spezialfirma abgestrahlt werden“, berichtete Domann.

Schwerpunkt der Vereinsarbeit sind in diesem Jahr die Weg- und Feldkreuze, die eine lange Tradition haben und sich einer gewissen neuen Konjunktur erfreuen: So entsteht auf einem Privatgrundstück ein Heiligenhäuschen, ein weiteres in Zusammenarbeit von Kolpingfamilie und Heimat- und Technikverein bei den „drei Birken“. Der Historische Verein wird sich beteiligen und selbst ein Kreuz aufstellen: Vor einem Hauskreuz in der oberen Kirchstraße aus dem 18. Jahrhundert ist noch die Votivplatte vorhanden, die abgenommene Figur wurde allerdings vor zwei Jahren bei einem Scheunenbrand vernichtet. Der Verein will das Kreuz nach alten Fotos rekonstruieren lassen und am Nanni-Staab-Kindergarten aufstellen. Außerdem will man die Forschungen über die alten Kreuze fortsetzen, Bilder sammeln und ältere Leute befragen. Im Herbst soll zu diesem Thema eine Schrift herausgegeben werden. Geplant ist auch der weitere Ausbau der Vereinshomepage, etwa mit Bildergalerien.

Bericht: Heidi Sturm

Jahresmitgliederversammlung

Der 2011 gewählte  Vorstand des Historischen Vereins zu Winzenheim
Kaiser, Riegel, Domann, Fuchs und Sohler (v.l.n.r.)

Am Mittwoch, 30.03.2011 um 1900 Uhr lud der Historische Verein alle Mitglieder zur Jahresversammlung ein, unter anderem fand die Neuwahl des Vorstandes statt. Der langjährige Vorsitzende Detlef Sucke stellte seinen Posten zur Verfügung, da er verzogen ist und sich deshalb nicht mehr um die Belange des HVzW kümmern kann. Zum neuen Vorsitzenden wurde Reinhard Domann gewählt, zu seinem Stellvertreter Claus Fuchs. Bestätigt wurden Paul Kaiser als Kassierer sowie Karlheinz Riegel als Schriftführer. Neu in den Vorstand wurde Bertram Sohler als Beisitzer gewählt. Er hat die Organisation des Musikensembles und die Redaktion des Internetauftrittes inne.

Foto: Heidi Sturm - Bericht: Claudia Sohler

Fernsehreportage des Südwestrundfunks in der Landesschau Rheinland-Pfalz

Bericht des Südwestrundfunks in der Reihe „Hierzuland“ über Winzenheim - 8:34 min als Flash-Video oder als Windows-Media-Video

Sendung vom Mittwoch, 24.02.2010, 1845 Uhr


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